Der Niklas ist ein eitler Tropf,
wehe's geht nicht nach seinem Kopf!
Wagt eine Frau, ihn zu verschmähen,
sollt' besser sie in Deckung gehen.
Heißer Schmerz spritzt aus der Wunde,
die sie ihm schlug zu jener Stunde;
eifrig lenkt sein Sinn' und Trachten
er darauf, zurückzuschlachten.
Reuen sollt' es Kunigunden,
daß sie gewagt, ihn zu verwunden!
Leis' hiebt er hier und stichelt dort,
feilt mit Bedacht an jedem Wort.
Er steigt auf Berge, durchwandert Täler
auf steter Suche nach jedem Fehler
den sie gemacht vor'm Abendrot
und schmiert ihn ihr auf's Butterbrot.
Ergötzt sich froh an ihrem Zucken,
wagt sie darob es, aufzumucken.
Ach, unser Niklas, er war und ist -
und bleibt ein begnadeter Sadist!
Freitag, 13. April 2018
Sonntag, 24. Dezember 2017
F wie fuck x-mas
Gestern Abend hab ich mir die schmale Mondsichel angesehen, dachte ok, das ist jetzt nicht Minimundus sondern Miniluna ... und hab folgendes kleines Gedicht geschrieben:
Mini-Luna klein und schmal
blickt traurig über's finst're Tal
wo all die dummen Menschenkinder,
manche brav, andere Sünder,
so recht nach Herzen sich vergnügen,
einander in die Fresse lügen.
Oh frohe, stille Weihnachszeit,
geh rasch vorbei, mach mir die Freud!
Mini-Luna klein und schmal
blickt traurig über's finst're Tal
wo all die dummen Menschenkinder,
manche brav, andere Sünder,
so recht nach Herzen sich vergnügen,
einander in die Fresse lügen.
Oh frohe, stille Weihnachszeit,
geh rasch vorbei, mach mir die Freud!
Samstag, 25. Februar 2017
E wie Erinnerung an Eva
Wie eingeklemmt sitzt sie da,
wartet bis jemand sie herausschneidet
aus ihrem Panzer, dem allzufesten,
den sie selbst um sich errichtet hat.
Walle walle Gürtelschnalle
Tanz den Hexentanz
Schling den Teufelskranz!
Wie war das denn damals, mit Michael,
angestarrt hast ihn wie einen Engel,
immer ein Lächeln für ihn gehabt,
bis er sich umdreht und deine Hasenzähne nachmacht.
Walle walle Gürtelschnalle
Tanz den Hexentanz
Schling den Teufelskranz!
wartet bis jemand sie herausschneidet
aus ihrem Panzer, dem allzufesten,
den sie selbst um sich errichtet hat.
Walle walle Gürtelschnalle
Tanz den Hexentanz
Schling den Teufelskranz!
Wie war das denn damals, mit Michael,
angestarrt hast ihn wie einen Engel,
immer ein Lächeln für ihn gehabt,
bis er sich umdreht und deine Hasenzähne nachmacht.
Walle walle Gürtelschnalle
Tanz den Hexentanz
Schling den Teufelskranz!
Später dann, immer die Flasche dabeigehabt
damit erst garkein Durst aufkommt.
Lustig samma Puntigama sollst di schama!
Ab in den Keller, wo du heute noch sitzt.
Walle walle Gürtelschnalle
Tanz den Hexentanz
Schling den Teufelskranz!
Tanz den Hexentanz
Schling den Teufelskranz!
Dem Papa, den du streicheln wolltest
waren deine Finger zu feucht: 'Na geh,
trockenes Handi-Eia bitte, sonst schleich di.
Nur wennst ein Otto bist hab I di gern!'
Walle walle Gürtelschnalle
Tanz den Hexentanz
Schling den Teufelskranz!
Tanz den Hexentanz
Schling den Teufelskranz!
Jahrelang hast getobt und geweint da unten
in deinem Verlies, in das ich dich gesperrt hab.
Weil ich mich so geschämt hab für dich
und lieber sein wollt wie die andern.
Walle walle Gürtelschnalle
Tanz den Hexentanz
Schling den Teufelskranz!
Tanz den Hexentanz
Schling den Teufelskranz!
Geh kumm, schau, nimm meine Hand!
Laß uns ab jetzt gemeinsam gehen!
Zeig mir die Welt wie du sie siehst,
denn nur so ist sie wahr, und wir unschlagbar!
Walle walle Teufelskralle
Tanz den Hexentanz
Wind den Hochzeitskranz!
Montag, 2. Januar 2017
D wie Deutschland
Einigkeit, Freiheit und so'n Scheiß,
haßt doch der Bayer schon den Preiß,
den Düsseldorfer nervt der Kölner,
und den Pianisten kotzt der Söllner
sowas von an. Oh Mann.
In der U-Bahn herrscht Gedrängel,
laute Musik hier, dort Gequengel -
kein klaren Gedanken kannste fassen,
da fängst auch du bald an zu hassen
wen immer dir im Wege steht. So bled!
Wenn wir's in Deutschland schon nicht schaffen,
uns zu mögen statt uns anzublaffen,
wie soll's dann allen andern gehn,
die immer noch im Kriege stehn
miteinander. Und mit andern.
haßt doch der Bayer schon den Preiß,
den Düsseldorfer nervt der Kölner,
und den Pianisten kotzt der Söllner
sowas von an. Oh Mann.
In der U-Bahn herrscht Gedrängel,
laute Musik hier, dort Gequengel -
kein klaren Gedanken kannste fassen,
da fängst auch du bald an zu hassen
wen immer dir im Wege steht. So bled!
Wenn wir's in Deutschland schon nicht schaffen,
uns zu mögen statt uns anzublaffen,
wie soll's dann allen andern gehn,
die immer noch im Kriege stehn
miteinander. Und mit andern.
Freitag, 30. Dezember 2016
C as in Princess of Cups
Water fairy on an island stranded,
licking her wounds she softly sings
her song with which creation begins:
'AUM, I dance my dream, my fantasy!'
Frail paths appear across the ocean blue,
oh! I think, will I not slip and fall?
This is not for the faint-hearted, at all.
Help me, do, my Master of the Universe!
Gifts unclaimed I hide, and sorrow deep,
but up blows the island in one fine blast!
Time to come true now, at last:
Look at my fearfully pulsing heart!
Cancer boy, will you meet me halfways?
I stay in line, you own me not.
It is not I who wrote this plot.
AUM, we dance our dream, my fantasy ...
licking her wounds she softly sings
her song with which creation begins:
'AUM, I dance my dream, my fantasy!'
Frail paths appear across the ocean blue,
oh! I think, will I not slip and fall?
This is not for the faint-hearted, at all.
Help me, do, my Master of the Universe!
Gifts unclaimed I hide, and sorrow deep,
but up blows the island in one fine blast!
Time to come true now, at last:
Look at my fearfully pulsing heart!
Cancer boy, will you meet me halfways?
I stay in line, you own me not.
It is not I who wrote this plot.
AUM, we dance our dream, my fantasy ...
B wie ... Begleitung?
Halt mich,
während ich mich zurück ins Leben atme -
fang mich auf,
wenn mir schwindelig wird!
Geh mit mir,
durch die dunkle, dunkle Nacht,
und mach mir Mut,
wenn mich meiner verläßt.
Begleite, wenn es Frühling wird,
meine Lieder im männlichen Baß -
und sieh mich an,
wenn du den Tau von der Knospe leckst.
So bin ich zeitlos, auf ewig Dein.
während ich mich zurück ins Leben atme -
fang mich auf,
wenn mir schwindelig wird!
Geh mit mir,
durch die dunkle, dunkle Nacht,
und mach mir Mut,
wenn mich meiner verläßt.
Begleite, wenn es Frühling wird,
meine Lieder im männlichen Baß -
und sieh mich an,
wenn du den Tau von der Knospe leckst.
So bin ich zeitlos, auf ewig Dein.
Freitag, 9. Dezember 2016
A wie August - oder: Schweres Karma
Ein Mensch sitzt abends bei Pro Sieben,
die Frau guckt dumpf, das Bier schmeckt schal.
Wo ist die Lebenskraft geblieben?
Er kommt nicht raus aus seiner Qual.
Verzweifelt setzt er in den Park sich,
trinkt Fusel dort und grämt sich schwer -
''... den Blumen geht's bestens, sicherlich,
ach wenn ich doch eine Rose wär!''
Es juckt der Rücken, es schrumpft der Schädel,
der Dorn greift die Flasche nicht mehr -
so läßt er sie fallen, der arme Dödel
und beginnt sein neues Leben im Wodkameer.
die Frau guckt dumpf, das Bier schmeckt schal.
Wo ist die Lebenskraft geblieben?
Er kommt nicht raus aus seiner Qual.
Verzweifelt setzt er in den Park sich,
trinkt Fusel dort und grämt sich schwer -
''... den Blumen geht's bestens, sicherlich,
ach wenn ich doch eine Rose wär!''
Es juckt der Rücken, es schrumpft der Schädel,
der Dorn greift die Flasche nicht mehr -
so läßt er sie fallen, der arme Dödel
und beginnt sein neues Leben im Wodkameer.
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