Da sitzt er nun, the King of Tourette,
mit seiner Krone auf dem Klosett.
Umgeben von seelenlosen Silberfischen
die zahn- und stimmlos sein Loblied zischen.
Er fühlt sich nicht wohl, er brütet schwer,
spielt auf der Strapsmaus für nied’res Getier.
Einstmals, früher, lang ist’s her –
da war die Küche sein Revier.
Er kochte, probierte, trank und regierte,
doch seit dem Krieg der Knöpfe ist’s damit leider vorbei.
Küchengerüche sind ihm jetzt einerlei.
Er singt Lieder, die er niemals singen wollte –
um genau zu sein: es singt aus ihm!
In die knopflose Hose ging die Revolte
zum Ersten Mai, und das Regime
das der Hausmeister schon sein zu sein glaubte,
übernahm das Außer-Sich, das frech es ihm raubte.
Anstelle wehmutsvoller lovesongs, vorgetragen vom Meister,
heißt’s jetzt: Willste ficken?
Auf Manieren, scheint’s, scheißt er.
Die Kabarettluder, in Unkenntnis der Symptomatik,
kommen nicht mehr zu den Parties,
machen lieber Batik
oder ’nen Workshop in der Schloßstrasse: Obertongesang
bei Frau Hammer mit viel Ying
und mit noch viel mehr Yang.
In der ersten Reihe sitzt nach wie vor Fred der Hase,
und wenn der König wegguckt, dreht er ihm eine Nase.

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