Donnerstag, 16. April 2020
Corona
Schopenhauer sagt, der Mensch kann tun was er will,
Nur wollen, sagt er, darf er halt nicht sehr viel.
In der ZIB2 sagt unser Kanzler leise: Leider!
Deutschlands Mutti webt den Experten bunte Kleider.
Näh mir den Mund zu, in kalter Folternacht,
Schieß mir das Hirn raus, gegen der Gedanken Macht.
Wer jetzt allein ist, der wird es ewig bleiben,
Doch wenn er mag, darf er ein Brieflein schreiben.
Ein Brieflein, das der Scherge liest,
Und jeden einsperrt, der zweimal niest.
Das Schwert des Damokles gibt's als Download jetzt,
Und bist du nicht willig, dann wirst du gehetzt.
Vom Nachbarn belauert, vom Staat kontrolliert,
Wohl dem, den's jetzt noch immer nicht friert.
Do not go gently into this awful fright,
Get up, Grandma, Grandpa, get up and fight!
Freitag, 22. November 2019
Agathe, du ...
stecktest Agathe, du, von früh bis spät,
und frorst erbärmlich.
Festgetreten hab ich ihn noch,
den Sand. Um dich zu schützen. Deine Tränen
rührten mich nicht.
Wegezoll forderte gnadenlos ich
von dir, die du die gewundenen Wanderwege
nicht mehr betreten konntest.
Des Abends, wenn der Sonn am Horizont versank,
schlug ich die Wangen dir blutig
bis der Saft sich ins Schilfgras ergoß.
Einsamen Schrittes durchmesse ich
den menschenleeren Strand jetzt.
Das Loch in dem du stecktest
ist lange schon verwaist.
Spätabends heb den Blick ich
zum nachtblauen Himmel empor;
ein leuchtender Stern, bist
Agathe,du,geworden ...
Freitag, 1. März 2019
I as in Inside me
Yesterday, inside me something died ...
Maybe that's a good thing?
Maybe t'was a part of me I don't need anymore
Which I kept adhering to for some stupid reason
Such as pride, fear, or plain habit?
But still, whenever something precious dies,
And all parts of mine are - to me - precious,
There must be time for grief
There must be time for sadness
One must make allowances ...
There will be a time when - oh when ...
The pain will have lessened and
I can collect myself and
plant new, happy seeds onto
the perturbed, turmoiled soil.
Samstag, 16. Februar 2019
H as in How can you expect ...
How can you expect me
to love you
When he who went with the angels
isn’t cold in his grave yet,
still visits at night
and haunts my every day?
How can you expect me
to love you
When you can’t even love yourself
and spend altogether too much time
manipulating me
into needing you?
Which I don’t.
How can you expect me
to love you
When you don’t realise how much I hurt inside
but only aim to hurt me more
so you can enjoy my
squirming at your feet?
Begging for your mercy
which you then magnanimously grant?
Mittwoch, 25. April 2018
H wie Haste dir so gedacht
Aus meiner Küche klingt hohles
Ameisenlachen weil's ihnen wohl ist
da wo der Honig steht
und stets ein Frühlingslüftchen weht.
Im Herbst erst hatt' ich wohlgemut
den Weps, weil er gern stechen tut
verbannt aus meinem Wohnbereich
und offensichtlich sann er gleich
auf Rache, denn seine Gesinnung ist nieder
und sandte mir diese fleißigen Krieger.
Ameisenlachen weil's ihnen wohl ist
da wo der Honig steht
und stets ein Frühlingslüftchen weht.
Im Herbst erst hatt' ich wohlgemut
den Weps, weil er gern stechen tut
verbannt aus meinem Wohnbereich
und offensichtlich sann er gleich
auf Rache, denn seine Gesinnung ist nieder
und sandte mir diese fleißigen Krieger.
Freitag, 13. April 2018
G wie Gemeinheiten - oder Kunigunde und Nikolaus
Der Niklas ist ein eitler Tropf,
wehe's geht nicht nach seinem Kopf!
Wagt eine Frau, ihn zu verschmähen,
sollt' besser sie in Deckung gehen.
Heißer Schmerz spritzt aus der Wunde,
die sie ihm schlug zu jener Stunde;
eifrig lenkt sein Sinn' und Trachten
er darauf, zurückzuschlachten.
Reuen sollt' es Kunigunden,
daß sie gewagt, ihn zu verwunden!
Leis' hiebt er hier und stichelt dort,
feilt mit Bedacht an jedem Wort.
Er steigt auf Berge, durchwandert Täler
auf steter Suche nach jedem Fehler
den sie gemacht vor'm Abendrot
und schmiert ihn ihr auf's Butterbrot.
Ergötzt sich froh an ihrem Zucken,
wagt sie darob es, aufzumucken.
Ach, unser Niklas, er war und ist -
und bleibt ein begnadeter Sadist!
wehe's geht nicht nach seinem Kopf!
Wagt eine Frau, ihn zu verschmähen,
sollt' besser sie in Deckung gehen.
Heißer Schmerz spritzt aus der Wunde,
die sie ihm schlug zu jener Stunde;
eifrig lenkt sein Sinn' und Trachten
er darauf, zurückzuschlachten.
Reuen sollt' es Kunigunden,
daß sie gewagt, ihn zu verwunden!
Leis' hiebt er hier und stichelt dort,
feilt mit Bedacht an jedem Wort.
Er steigt auf Berge, durchwandert Täler
auf steter Suche nach jedem Fehler
den sie gemacht vor'm Abendrot
und schmiert ihn ihr auf's Butterbrot.
Ergötzt sich froh an ihrem Zucken,
wagt sie darob es, aufzumucken.
Ach, unser Niklas, er war und ist -
und bleibt ein begnadeter Sadist!
Sonntag, 24. Dezember 2017
F wie fuck x-mas
Gestern Abend hab ich mir die schmale Mondsichel angesehen, dachte ok, das ist jetzt nicht Minimundus sondern Miniluna ... und hab folgendes kleines Gedicht geschrieben:
Mini-Luna klein und schmal
blickt traurig über's finst're Tal
wo all die dummen Menschenkinder,
manche brav, andere Sünder,
so recht nach Herzen sich vergnügen,
einander in die Fresse lügen.
Oh frohe, stille Weihnachszeit,
geh rasch vorbei, mach mir die Freud!
Mini-Luna klein und schmal
blickt traurig über's finst're Tal
wo all die dummen Menschenkinder,
manche brav, andere Sünder,
so recht nach Herzen sich vergnügen,
einander in die Fresse lügen.
Oh frohe, stille Weihnachszeit,
geh rasch vorbei, mach mir die Freud!
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