Freitag, 20. November 2015

Without You

Ashes of my exuberance
float mutinously
in the softly blowing
winds of memory

You left
ineradicable footprints
on my susceptible soul
I gaze at every
piano longingly

Red wine
versus white brains
you are so
bloody intelligent!
I'd rather feel warm.

Get a life you told me
once, in a dream
but without you pushing me
over the edge
I probably never would have.

Thank you, Andreas!!!


The Chonological Order of Madness

You of the filthy beard
Behind which
You hide most of your overbearing
Fear of fellow men.
How do you cope with death
In the shape of almonds?

Lessons of love in a bubble
While white angels
Stretch their patience overlong.
Someone skating
To the sound of a violin
While you’re shouting around the corner.

Why, oh why smug doctor man
Will time
Not always heal the wounds
Someone inflicted
Unthinkingly upon your random soul
While bored gods looked the other way?


The Fan

Sie war so ubiquitär was ihr
wohl nicht schwer fiel:
Zwischen Wien und Berlin
war sie überall dabei

Er kam auf die Bühne
da saß sie mit dem Hasi
ganz vorne und lachte
und starrte ihn an –
oh Mann!

I fiacht mi so vua de Hosn
no vui mea ois wia vua’n Terrorist
denn bei diesem weiß man doch
immerhin woran man ist.

Schon wieder eine Karte,
was schreibt sie? Nein warte!
Ich bin keine Stalkerin!
Sag, was denkst du von mir?

Ich wende schaudernd mich ab,
die bringt mich ins Grab!
Meine Finger zittern auf der Tastatur!
Ob in Moll oder Dur,
sie lasst mir afoch ka Ruah!

I fiacht mi so vua de Hosn
no vui mea ois wia vua’n Terrorist
denn bei diesem weiß man doch
immerhin woran man ist.

Das Ende vom Lied ist leider kein Gutes:
Die Agentur muß helfen – und na klar, sie tut es.
Ein grober Brief – es ist vollbracht.
Wer hat sich jetzt hier zum Narren gemacht?


Sonntag auf dem Dorf



Der Misthaufen trägt sein Festtagsgewand,
Weihrauch und Scheinheiligkeit wabern:
Großer Gott wir loben dich!
Double, Double, Toil and Trouble -
Hahaha, wir warn vorher da!

Beim Essen schweigt der Vater spitzen Zorn,
auf der Zunge schmeckt Stacheldraht, wir
danken für die Bescherung.

Später, Spaziergang: Die junge Katze schläft
tot im Straßengraben.
Lokomotivenrauch umschmeichelt Schwäne schwindelfrei -
hoot hoot - schwarzer Schwan -
rattattam rattatam tote Oma: Fahrplanänderung.

Kinderlachen gellt aus dem Garten, in dem ich
nicht allein sein darf, Bienen dröhnen zum Angriff.
Ich bau mir ein Zelt aus Büchern.
Die Tante wischt mit den Haaren vom Jesus die
Spinnweben aus dem Eck und trampelt auf mein Zelt.
Adriane webt wütend weiter ...


Nebenerwerbsbauernwitwenblues

Ich hab neulich nachts Tiere gesehen
die kommen + fressen Steinmauern!
Da ist der Acker vom Toni
auf meinen gerutscht
So friedlich lagen die Erden aufeinander.

Gestern war ein wunderschöner Sonnentag,
der Odel saß mir locker.
Das was gestunken hat war hinterher
meins –
Unten im Dorf sagen sie das wäre
jetzt so neu auch nicht.

Heute morgen dann wieder Regen.
Große, laute Tropfen schlugen gegen
mein Fenster.
Und dann die Steine von Tonis Acker.
Das Tier hat wohl nicht alles schlucken mögen.

Ich sitz im Stall und schau zu wie
mein Haus ertrinkt.
Toni sitzt beim Wirten, der Glaser auch.
Ober sticht Unter doch den freut das nicht.
Wenn das Tier heute Nacht wieder kommt
bin ich der Ober …


Der Fall des Preußenkönigs

Da sitzt er nun, the King of Tourette,
mit seiner Krone auf dem Klosett.
Umgeben von seelenlosen Silberfischen
die zahn- und stimmlos sein Loblied zischen.
Er fühlt sich nicht wohl, er brütet schwer,
spielt auf der Strapsmaus für nied’res Getier.

Einstmals, früher, lang ist’s her –
da war die Küche sein Revier.
Er kochte, probierte, trank und regierte,
doch seit dem Krieg der Knöpfe ist’s damit leider vorbei.
Küchengerüche sind ihm jetzt einerlei.

Er singt Lieder, die er niemals singen wollte –
um genau zu sein: es singt aus ihm!
In die knopflose Hose ging die Revolte
zum Ersten Mai, und das Regime
das der Hausmeister schon sein zu sein glaubte,
übernahm das Außer-Sich, das frech es ihm raubte.

Anstelle wehmutsvoller lovesongs, vorgetragen vom Meister,
heißt’s jetzt: Willste ficken?
Auf Manieren, scheint’s, scheißt er.
Die Kabarettluder, in Unkenntnis der Symptomatik,
kommen nicht mehr zu den Parties,
machen lieber Batik
oder ’nen Workshop in der Schloßstrasse: Obertongesang
bei Frau Hammer mit viel Ying
und mit noch viel mehr Yang.

In der ersten Reihe sitzt nach wie vor Fred der Hase,
und wenn der König wegguckt, dreht er ihm eine Nase.




The Crush

Ich leg den Handschuh in den Ofen
auf dem andern steh ich drauf –
den Klodeckel den klapp ich runter
und den Eisschrank lass ich auf.
Ich bin total zerstreut und wer
dran schuld ist das bist du!

Deine Blicke, deine Sprüche, lassen
mir halt keine Ruh.
Du sagst sie nicht zu mir, die Sprüche,
soviel ist schon klar:
Ich sitz schon im Hotelzimmer und
Du noch an der Bar.

So gerne wäre ich bei dir –
und bin doch froh ich bin es nicht.
Feige bin ich und ein Weh,
doch so blamier ich mich halt nicht.